Fisch-Informationszentrum

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Zu den neuen Einkaufsvereinbarungen gehört, dass der Lieferant weder direkt noch indirekt an der Verarbeitung oder dem Handel von Fischarten beteiligt ist, die vom Aussterben bedroht sind und unter gesetzlichem Artenschutz stehen. Außerdem muss der gelieferte Fisch aus solchen Meeresgebieten stammen, für die internationale Fangregulierungen bestehen (z. B. zulässige Gesamtfangmengen). Auch beim Fangvorgang müssen die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten worden sein. Der Verkäufer nennt dem Käufer für seine Lieferung das jeweilige Fanggebiet und die angewandte Fangmethode.

Hinter der globalen Formulierung in den Einkaufsvereinbarungen "Einhaltung der relevanten gesetzlichen Bestimmungen" verbirgt sich ein ganzes Bündel von Vorschriften zu Erhaltungs- und Bewirtschaftungsmaßnahmen. Dabei geht es um Vorschriften, zu technischen Maßnahmen, die dazu dienen, z. B. den Fischnachwuchs zu schonen und den Beifang unerwünschter Arten zu minimieren. Noch immer werden partiell Fangmethoden angewendet, die ökologischen Kriterien nicht gerecht werden. Z. B. werden bestimmte Treibnetze von vielen Experten als ökologisch nicht verträglich bewertet. Zu den verschiedenen Arten der Treibnetzfischerei hat die Wissenschaft eine abschließende Meinung noch nicht gebildet.

Unstrittig ist, dass die aus den gesetzlich vorgeschriebenen Fangmethoden resultierenden Beifänge und die damit verbundenen Rückwürfe (Discards) ein erhebliches Problem darstellen, da ein großer Teil der durch die Fischerei gefangenen Fische überhaupt nicht genutzt wird. Noch auf See werden die Fänge sortiert und nichtanlandbare (nicht gezielt gefischte Arten / zu kleine Fische) als "unerwünschte" Beifänge verletzt oder tot wieder über Bord geworfen.

Die deutsche Fischwirtschaft hat sich wiederholt für den Einsatz technischer Maßnahmen, wie z.B. Sortiergitter, ausgesprochen, die dazu dienen, den Fischnachwuchs zu schonen und den Beifang unerwünschter Arten zu minimieren.